1. Einleitung
2. Projekt
3. Was ist die Idee?
4. Download
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1. Einleitung
Global Generation - Lebensentwürfe und Austausch der jungen Generation
Globale Wohngemeinschaft: Matsuyama (Japan), Madison (USA), Isfahan
(Iran), Freiburg
Die jungen Generationen - Geburtengänge von 1980 bis heute - müssen das Dasein in einer ganz anderen Art und Weise begreifen als die Vorgängergeneration ihrer Eltern.
Insbesondere durch den weltweiten Einzug des Mediums Internet in den Alltag der jungen Menschen hat sich deren Einstellung zur Lebenswelt grundlegend gewandelt. Die Welt ist kleiner geworden, man spricht von »global village«. Dies gilt ganz besonders für die junge Generation.
Das Medium Internet ist zum einen inhaltliche Primärquelle für ihreEntscheidungsprozesse, zum anderen Kommunikationsmittel. Die sozialen Netzwerke wirken auf den realen Lebensentwurf. Der Begriff Lebensentwurf beinhaltet die Ziele, Wünsche, Phantasien, Ideen, die sich der junge Mensch über sein Leben macht und die ihn sein Leben nach einem bestimmten Leitfaden gestalten lassen. Wir wollen in Erfahrung bringen, wie sich die junge Generation ihr Leben vorstellt und wie ihre tatsächliche Realität aussieht – dies soll einerseits anhand subjektiver Perspektiven und andererseits nach allgemein gesellschaftlichen Tendenzen erfolgen. Individuelle Erfahrung und Verarbeitung sowie die äußeren Bedingungen sind die zwei Komponenten, die einen Lebensentwurfausmachen.
Besonders im Fokus des Projekts ist Phase des Lebens, in der die großen Lebensthemen wie Job, Familiengründung, Auslandserfahrung, Kommunikation oder Religion (Spiritualität) ernsthaften Einzug erhalten in das Bewusstsein. Ein ständiges Suchverhalten und das Bemühen, sozialen Halt zu gewinnen und zugleich aber keine Lebenschancen verpassen zu wollen, sind für die Jugend bis in das dritte Lebensjahrzehnt charakteristisch. Was steckt dahinter? Welcher Lebensentwurf verbirgt sich hinter diesem Verhalten und wie kann man ihm Form geben?
2. Projekt
Die Stadt Freiburg hat nach dem 2. Weltkrieg ihre geographische Lage als Chance begriffen und ein weit verzweigtes Netz an Partnerstädten errichtet. Mit insgesamt 9 Städte von Besancon (Frankreich) über Madison (USA) bis nach Matsuyama (Japan) hält Freiburg international Kontakt. Dies bietet ebenso wie die hohe Zahl junger Menschen in Freiburg für dieses Projekt eine ausgezeichnete Ausgangsbasis. Das Resultat des Projekts soll eine Ausstellung, eine Internetseite sowie ein Katalog sein. Als Ausstellungsort ist eine fiktive Wohngemeinschaft vorgesehen. Diese symbolisiert die konkreten Lebensentwürfe wie auch das intensive Miteinander der Kulturen.
Das Thema »Lebensentwurf« bildet den ersten, allgemeinen Teil des Projekts. In einem zweiten Schwerpunkt wollen wir uns mit dem interkulturellen Austausch der jungen Generation beschäftigen. Wie geht diese junge Generation mit anderen Kulturen um, besonders mit den Altersgenossen aus dieser anderen Kultur? Wie reagieren sie aufeinander? Das Projekt versucht einen doppelten Brückenschlag. Es will einerseits zwischen den Generationen und andererseits zwischen den Kulturen für mehr Verständnis und Austausch sorgen. In Zeiten globalisierter Wirtschaftsabläufe und Problemzusammenhänge wird das gegenseitige Verständnis zwischen den Kulturen und Generationen zur Voraussetzung des friedlichen Miteinanders. Jede Generation trägt das kulturelle Wissen der Vorgänger fort und entwickelt die Kultur weiter.
Die Auseinandersetzung mit diesem Thema dient nicht nur jungen Menschen selbst hinsichtlich persÖnlicher Reflexion, sondern bietet auch vielen gesellschaftlich relevanten Bereichen wie Politik, Bildung, Wirtschaft sowie älteren Generationen interessante Anhaltspunkte für ein verbessertes Verstehen der globalen Generation.
3. Idee
In dem Projekt »Global Generation« werden die Lebensentwürfe junger Generationen in verschiedenen Kulturkreisen Matsuyama (Japan), Isfahan (Iran), Madison (USA) und Freiburg (Deutschland) untersucht, dargestellt und erlebbar gemacht.
Die Resultate der Untersuchung werden durch verschiedene Unterprojekte gewonnen und anhand einer Ausstellung, einer Internetseite sowie einem Katalog der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die folgenden Fragen bzw. Unterprojekte stellen den Rahmen für die Auseinandersetzung mit dem Thema:
I. Mit welchen Herausforderungen hat die junge Generation zu kämpfen?
Was für aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten/Veränderungen/Trends sind junge Menschen von heute ausgesetzt und welchen Einfluss haben sie auf deren Ziele, Träume und Vorstellungen
– ihren Lebensentwurf? >> Unterprojekt I
II. Was für (Vor-)Urteile hat die junge Generation von anderen Kulturen?
Was halten sie von interkulturellem Austausch? >> Unterprojekt II
III. Was passiert mit den (Vor-)Urteilen in der Begegnung mit anderen Kulturen? Wie
reagieren junge Menschen auf andere kulturelle Begebenheiten? >> Unterprojekt III
Zur Verdeutlichung und differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema bedient sich die
Projektgruppe folgender dreier Komponenten:
a. der sozialen – Integrationsarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen
b. der künstlerischen - FÖrderung junger Menschen durch kreative/informative Auseinandersetzung mit dem Thema, FÖrderung von Nachwuchskünstlern und professionellen Künstlern
c. der wissenschaftlichen - Zusammenarbeit mit Studenten und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen wie Soziologie, Ethnologie, Philosophie, Psychologie, Kulturwissenschaft etc.
4. Download
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